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Anwendungsbeispiele Hypnotherapie
(medizinische Hypnose)

Immunmodulation (Einwirkung auf die Reaktionsweise des körpereigenen Abwehrsystems)

Ein gutes Beispiel für diese Möglichkeit der Hypnose können Allergien und Heuschnupfen sein.
Vereinfacht kann man sagen, dass bei Allergien / Heuschnupfen das Immunsystem irrtümlicherweise gelernt hat,  auf einen kleinen Reiz eine übertriebene Reaktion auszulösen. Irgendwann in der Vergangenheit hat es eine Verknüpfung eines äußeren Reizes (z. B. ein bestimmter Duft, Geruch, Pflanzenteil) mit einer Alarmsituation gegeben. Der Auslöser kann hierbei auch relativ harmlos gewesen sein, denn es ist sehr unterschiedlich, was das Unbewusste  einer Person als bedrohlich empfindet (ein böses Wort bei einem kleinen Kind etc.) - und manchmal hat die Alarmsituation auch gar nichts mit dem Allergen zu tun (z. B. Allergie auf Rapspollen nach Fahrradunfall an einem Rapsfeld).

Hier kann Hypnose u. a. dabei helfen, dass unbewusst ablaufende gestörte Abwehr-Programm wieder durch ein gesundes zu ersetzen. So wird nichts unterdrückt und die Kompetenz des Abwehrsystems bleibt vollkommen intakt.

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Psychosomatik
(Umgang mit Krankheiten, an deren Entstehung psychosoziale Faktoren massgeblich beteiligt sind.)

Psychosomatische Erkrankungen  können alle Organsysteme betreffen, u. a.:

  • Störungen des Verdauungssystems (Reizdarm, Reizmagen...)
  • Störungen der Nahrungsaufnahme (Magersucht [anorexia nervosa], Bulimie, u.a. Essstörungen),
  • Störungen des Muskel- und Gelenkapparates (chronische Schmerzen),
  • Störungen der Haut (Neurodermitis, Psoriasis)
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • z. T. bei Kopfschmerzen, Migräne
  • Burnout-Problematik
  • ...

Im Weiteren können verschiedene rein seelisch verursachte Erkrankungen (Depressionen, Angsterkrankungen, Folgen von Traumatisierungen) körperlich beeinträchtigende Folgen haben.

Aber auch viele rein körperlich verursachte Erkrankungen verlangen eine erhebliche Lebensumstellung und bei der Bewältigung schwerwiegender Erkrankungen (s. a. Rehabilitation) kann es zu seelischen Problemen kommen, in deren Folge belastende Verhaltensmuster entstehen können (z. B. depressive Reaktionen, Rückzug aus dem sozialen Gefüge).

Hypnose kann hier eine wertvolle Hilfe sein, da hier genau dort angesetzt wird, wo die Probleme liegen, im Unbewussten - dort wo sich gefühlsmäßige und körperliche Reaktionsmuster verselbständigt haben. Außerdem kann die unterstützende Kraft der Selbstheilungskräfte optimiert werden.

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Psychoonkologie (seelische Auswirkung von Krebserkrankungen)

Schon allein der Umgang mit der Diagnose Krebs stellt für die meisten eine große Herausforderung dar, zum einen hinsichtlich des eigenen Befindens (Ängste, Hoffnungslosigkeit...) als auch in Hinblick auf den Umgang mit Angehörigen etc.
Dazu kommen dann noch die Belastungen, die durch die fortschreitende Krankheit und die Therapie entstehen.

Die medizinischen Hypnose sowie die Selbsthypnose können helfen, einen Weg zu wertvollen individuellen Ressourcen zu finden und diese zu nutzen, um bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung und ihren Folgen unterstützen.
Hypnotherapie kann helfen, Erkrankungssymptome und (Neben-) Wirkungen von Diagnostik und Therapiemaßnahmen (z. B. Verbesserung der Verträglichkeit von Chemotherapie, Reduzierung von Schmerzen) günstig zu beeinflussen

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Rehabilitation

Unter medizinischer Rehabilitation versteht man die Wiederherstellung von körperlichen Funktionen, Organfunktionen und der Fähigkeit, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen - dies erfolgt zumeist nach Schädigung durch Unfälle oder schwere Krankheiten.

In diesem Zusammenhang kann die Hypnotherapie begleitend eine gute Unterstützung bieten:

  1. Trauma-Behandlung
    • z. B. um das Erlebnis eines Unfalls zu verarbeiten
  2. chronische Schmerzen und verbliebene Bewegungs- u./o. Funktionseinschränkungen
    • Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers
    • Unterstützung des Organismus bei der Bahnung neuer Wege, um Funktionseinschränkungen zu reduzieren (z. B. Sprach- o. Bewegungsstörungen)
  3. Motivation + positive Lebensausrichtung
    • Unterstützung dabei, wieder Mut und neue Kraft zu schöpfen
    • Ressourcen aktivieren, um auch mit veränderten Lebensbedingungen (z. B. Amputation, Einschränkung der Leistungsfähigkeit...) eine positive Alltagsgestaltung und Lebensausrichtung zu finden
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Schmerztherapie

Schmerzkontrolle durch den Einsatz von Hypnotherapie stellt eines der wichtigsten Anwendungsgebiete der Hypnose dar.
Da das Schmerzgeschehen häufig hinsichtlich seiner ursächlichen Entstehung meist nicht auf einen Faktor zu begrenzen ist, stellt die Hypnotherapie eine ideale Möglichkeit dar, positiven Einfluss auf das Schmerzempfinden zu nehmen. Die Hypnotherapie bezieht nämlich sowohl psychische, psychosomatische (Wechselbeziehung zwischen psychischem und körperlichem Zustand), als auch körperliche Störungen mit ein. Hierbei kann Einfluss auf die Körperfunktion (z. B. die Verarbeitung von Nervenimpulsen im Gehirn oder die Durchblutungssituation) genommen werden. Somit kann z. B. auch - wo notwendig - eine schnellere Wundheilung ermöglicht werden. Aber auch das subjektive Schmerzerleben kann verändert werden: so verschlimmern vielfach Ängste die Schmerzsymptome - die Hypnotherapie kann auf beide Bereiche verändernden Einfluss nehmen.
Ein weiterer positiver (Neben-)Effekt einer alleinigen oder andere Therapien begleitenden Hypnotherapie im Zusammenhang mit Schmerzproblematiken ist meist eine Reduzierung der Einnahme von Schmerzmitteln.

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Stress - Krankheiten und Burnout

Zu den wichtigsten durch Stress hervorgerufene u./o. verstärkte Erkrankungen zählen:

  • Muskelverspannungen
  • Erschöpfung
  • Kopfschmerzen
  • Erkältungskrankheiten
  • Nervosität, Angst
  • Schlafstörungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Übelkeit, Magenbeschwerden

Letztlich kann übermäßiger Stress alle Körperfunktionen nachteilig beeinflussen, z. B. den Blutdruck in die Höhe treiben, das Immunsystem schwächen, aber auch das “seelische Gleichgewicht” stören, was zur Entwicklung von Überempfindlichkeiten, Depressionen u. ä. führen kann.

Man kann Entspannung bzw. die Fähigkeit, sich zu entspannen, als eine Art Gegenmittel gegen nachteilige Auswirkungen von Stress verstehen. Und da ist natürlich die Hypnose sozusagen “in ihrem Element”. Mit Hypnose und Selbsthypnose ist es möglich, innerhalb kürzester Zeit eine tiefe Entspannung zu erreichen. Und mit etwas Übung kann man lernen, dies zu jeder Zeit und auch unter schwierigen Umgebungseinflüssen selber zu erreichen.

Außerdem ist es mittels Hypnose gut möglich, förderliche Verhaltensweisen zu entwickeln und zu verankern, die Stress erst gar nicht entstehen lassen u. /o. die Stresstoleranz erhöhen. (s. a. Psychosomatik)

Im Weiteren kann mittels Hypnose und Selbsthypnose positiv auf Körperfunktionen (z. B. Blutdruckregulierung) eingewirkt werden.

So kann der Stress - Teufelskreis erfolgreich durchbrochen werden!

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Reizdarm-Syndrom

Da diese chronische Funktionsstörung des Verdauungstraktes zumeist ohne feststellbare krankhafte Organveränderungen verläuft, aber die Beschwerden das Allgemeinbefinden sehr stark beeinträchtigen können, kann ein viel versprechender Therapieansatz darin bestehen, sowohl den Einfluss der Psyche auf das Körpergeschehen (s.a. Psychosomatik) zu berücksichtigen, als auch regulierend auf die Körperfunktionen selbst einzuwirken.

Mittels Hypnotherapie kann ein ganz individueller Weg beschritten werden, um einerseits die Symptome zu reduzieren (Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit ... s. a. Schmerztherapie) und andererseits die zugrunde liegenden psychischen Muster grundlegend zu verändern.

Auch  Ängste, die sich im Laufe der Erkrankung einstellen können, lassen sich mittels medizinischer Hypnose häufig gut behandeln, genauso wie Stress und Ärger, die einerseits die Beschwerden verstärken und andererseits durch die Erkrankung und ihre unangenehmen Symptome entstehen u./o. verstärkt werden - ein Teufelskreis!
Allein schon das Verweilen im Zustand eines intensiveren hypnotischen Zustandes kann hier schnell Erleichterung bringen und durch das Einüben in Selbsthypnose (vermittelt im Zusammenhang mit einer Therapie oder in Seminaren), können Betroffene zusätzlich ein wirkungsvolles Hilfsmittel zur eigenen Anwendung erhalten.

Weitere Begleiterscheinungen, bei denen ein hypnotherapeutischer Ansatz Erfolg versprechend sein kann sind u. a. Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen.

Nicht zuletzt ist auch eine Überlegung hinsichtlich dieses Syndroms interessant, die eine Störung des Informationsaustausches zwischen Gehirn und Darm (eine wichtige Rolle kommt vermutlich dem Botenstoff Serotonin zu) vermutet. Vielleicht geht es ja auch hier nicht nur um einen die Körperfunktionen betreffenden Zusammenhang, sondern auch um psychisch / geistige Belange:  in welchem Verhältnis z. B. steht das Bauchgehirn (das Bauchgefühl) zu rein verstandesmäßigen Entscheidungen und wie geht es einem damit...

 

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